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Robocup

aus Mindstorms Wikipedia, der freien Wissensdatenbank

Die Zukunft hat begonnen

Beim RoboCup 2006 werden die Weltmeister der Roboter ermittelt

„Der RoboCup, der bedeutendste Roboter-Wettbewerb der Welt, war 2006 in Deutschland. Parallel zum FIFA World Cup der Kicker aus Fleisch und Blut, wurden vom 14. bis 20. Juni in der Messe Bremen die Weltmeister im Roboterfußball ermittelt“, stimmte Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der Messe Bremen, auf das spektakuläre Großereignis ein, das erstmals in Deutschland ausgetragen wurde. Erwartet wurden rund 2.500 Teilnehmer, Informatiker, Ingenieure und junge Leute aus aller Welt, insgesamt 350 Teams aus 40 Ländern.

Wenn Roboter auf dem Spielfeld gegeneinander antreten, kann das zwar ähnlich aufregend sein wie bei ihren menschlichen Kollegen. Doch in diesem Fall steht nicht allein die Unterhaltung der Zuschauer im Mittelpunkt des Interesses. „Der Roboterfußball wird als standardisiertes Problem benutzt, an dem sich Ergebnisse aus den verschiedenen Forschungsdisziplinen direkt vergleichen lassen“, erläutert Dr. Ubbo Visser, Technologie-Zentrum für Informatik Bremen TZI, den Hintergrund. „Nach dem Anpfiff müssen sich die Roboter völlig autonom, das heißt ohne Fernsteuerung, über das Spielfeld bewegen – auf Rädern, vier oder zwei Beinen oder aber als virtuelle Spieler. Dabei sollen sie möglichst genau ihren Standort lokalisieren, die Bewegung der anderen Spieler und des Balls verfolgen und in geeigneter Form darauf reagieren“, so Visser weiter.

Der RoboCup biete den Forschern die Plattform, dass Erreichte im direkten internationalen Vergleich mit ihren Kollegen zu testen und so gemeinsam Fortschritte in den jeweiligen Fachdisziplinen zu erzielen. Dabei beziehen sich die Neuentwicklungen sowohl auf Hardware als auch auf Software. Das entscheidende Ziel der RoboCup-Initiative ist, bis zum Jahr 2050 ein Team aus völlig autonomen humanoiden Robotern zu entwickeln, das gegen das menschliche Weltmeisterteam im Fußball antreten und auch gewinnen kann.

Schon heute führen sie Museumsbesucher durch Ausstellungsräume, lenken Rollstühle durch enge Türen, assistieren Chirurgen beim Vernähen von Operationswunden – Roboter bewähren sich in der industriellen Produktion als präzise arbeitende Helfer. Nun halten sie immer mehr Einzug auch in private Haushalte. Nach Auffassung der Wissenschaftler ist das Marktpotential in diesem Bereich gewaltig. Doch die Automatisierung von Alltagsintelligenz ist für die Forscher zurzeit noch die größte Herausforderung.

Denn während in der Industrie Roboter in der Regel immer die gleichen Bewegungsabläufe versehen, sieht es in einem Privathaushalt ganz anders aus: Möbel werden verrückt, Spielzeug liegt herum, Türen sind unterschiedlich weit geöffnet. Ein Roboter, der hier eingesetzt wird, muss sich hier immer wieder neue Wege suchen und Gegenstände zuordnen können – und das alles möglichst selbständig.

„Speziell der Service-Robotik ist während des RoboCup 2006 in der Messe Bremen eine eigene, umfangreiche Ausstellung gewidmet“, so Schneider. „Themen sind hier Spielzeug, Service-Roboter für Anwendungen im Haushalt und Roboter, die in der Forschung eingesetzt werden.“ Der RoboCup 2006 findet vom 14. bis 20. Juni 2006 in der Messe Bremen statt. Veranstalter sind die HVG Hanseatische Veranstaltungs-GmbH, Geschäftsbereich Messe Bremen und das TZI, Technologie- Zentrum Informatik Bremen. Nähere Infos gibt es unter www.robocup2006.org. (3.528 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Weitere Informationen: HVG HANSEATISCHE VERANSTALTUNGS-GMBH GESCHÄFTSBEREICH MESSE BREMEN Christine Glander, Tel. 04 21 / 35 05 - 2 69, Fax 04 21 / 35 05 – 3 40 eMail: glander@messe-bremen.de; Internet: www.messe-bremen.de



robocup.txt · Zuletzt geändert: 2015/01/31 21:50 (Externe Bearbeitung)