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Roboter

Roboter sind stationäre oder mobile Maschinen, die nach einem bestimmten Programm festgelegte Aufgaben erfüllen.
Das Wort robaten findet sich schon im Mittelhochdeutsch des 14. Jahrhunderts, wo es »Frondienst leisten« bedeutet. Über das tschechische Wort robota = Arbeit und polnische Landarbeiter ist es als »rabotten« auch in unsere Umgangssprache eingegangen - als Synonym für das Ausüben schwerer körperlicher Tätigkeiten.

Das Substantiv Roboter als Bezeichnung für eine Menschmaschine bildete 1920 der tschechische Autor Karel Capek in seinem sozialutopischen Drama »R. U. R. (Rossum’s Universal Robots)«, der ein Jahr darauf auch in Deutschland erschien. Seitdem ist der Roboter durch die Science-fiction-Literatur populär und dabei oft dämonisiert geworden - als gefühlloses, entmenschtes Wesen. So schrieb der Philosoph Theodor W. Adorno 1951 (in der englischen Form): »Wie der Faschismus selber sind die robots lanciert zugleich und subjektlos.«

Vor der Prägung dieses Begriffes wurden Roboter zum Beispiel in den Werken von Stanisław Lem als Automaten oder Halbautomaten bezeichnet.

aus: www.wissen.de

Definition nach VDI-Richtlinie 2860

Industrieroboter sind universell einsetzbare Bewegungsautomaten mit mehreren Achsen, deren Bewegungen hinsichtlich Bewegungsfolge und Wegen bzw. Winkeln frei (d. h. ohne mechanischen Eingriff) programmierbar und gegebenenfalls sensorgeführt sind. Sie sind mit Greifern, Werkzeugen oder anderen Fertigungsmitteln ausrüstbar und können Handhabungs- und/oder Fertigungsaufgaben ausführen.

Definition nach Robot Institute of America (RIA)

Ein Roboter ist ein programmierbares Mehrzweck-Handhabungsgerät für das Bewegen von Material, Werkstücken, Werkzeugen oder Spezialgeräten. Der frei programmierbare Bewegungsablauf macht ihn für verschiedenste Aufgaben einsetzbar.

Definition nach Japan Robot Association (JARA)

  • Manual Manipulator: Handhabungsgerät, das kein Programm hat, sondern direkt vom Bediener geführt wird.
  • Fixed Sequence Robot: Handhabungsgerät, das wiederholt nach einem konstanten Bewegungsmuster arbeitet. Das Ändern des Bewegungsmusters ist relativ aufwendig.
  • Variable Sequence Robot: Handhabungsgerät, wie vorher beschrieben, jedoch mit der Möglichkeit, den Bewegungsablauf schnell und problemlos zu ändern.
  • Playback Robot: Der Bewegungsablauf wird diesem Gerät einmal durch den Bediener vorgeführt und dabei im Programmspeicher gespeichert. Mit der im Speicher enthaltenen Information kann der Bewegungsablauf beliebig wiederholt werden.
  • Numerical Control Robot: Dieses Handhabungsgerät arbeitet ähnlich wie eine NC-gesteuerte Maschine. Die Information über den Bewegungsablauf wird dem Gerät über Taster, Schalter oder Datenträger zahlenmäßig eingegeben.
  • Intelligent Robot: Diese höchste Roboterklasse ist für Geräte gedacht, die über verschiedene Sensoren verfügen und damit in der Lage sind, den Programmablauf selbsttätig den Veränderungen des Werkstücks und der Umwelt anzupassen.

Quelle: www.wikipedia.de



roboter.txt · Zuletzt geändert: 2015/01/31 21:50 (Externe Bearbeitung)